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Studie – Teilzeitarbeit psychisch krankheitswertig insbesondere für Männer

(TK) Psychisch bedingte Fehlzeiten sind seit in Deutschland 2006 um gut 75 Prozent gestiegen – jeder sechste Ausfalltag geht mittlerweile auf eine seelische Erkrankung zurück. Statistisch gesehen war jeder Beschäftigte in Deutschland im vergangenen Jahr einen Tag aufgrund einer Depression arbeitsunfähig. Das geht aus dem Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse hervor, für den die Daten der 3,9 Millionen TK-versicherten Berufstätigen ausgewertet wurden.

Doch nicht nur Arbeitspensum, ständige Erreichbarkeit und Überstunden führten zu Stress unter den Beschäftigten, sondern vor allem die Verhältnisse, in denen sie arbeiteten. Vor allem diejenigen leiden unter psychischen Belastungen, die befristet, in Teilzeit oder in Leiharbeit beschäftigt sind oder Familie und Beruf unter einen Hut bringen müssen, stellt der Report fest.

Maenner,krankErstmals untersuchte die TK die Versichertendaten auch nach dem Beschäftigungsverhältnis. So sind 40 Prozent der Frauen und 7,8 Prozent der Männer in Teilzeit beschäftigt. Teilzeitbeschäftigte Männer sind dabei mit 11,1 Fehltagen weniger oft krankgeschrieben als Vollzeitangestellte mit 11,8 Tagen.

Allerdings sind sie mit durchschnittlich 1,9 Fehltagen pro Kopf deutlich mehr von psychischen Diagnosen betroffen als Vollzeitbeschäftigte (1,4 Tage). Teilzeitmänner schlucken auch 53 Prozent mehr Antidepressiva als die Vollzeitbeschäftigten.

„Die erhöhte psychische Belastung bei Männern in Teilzeit rührt daher, dass Männer traditionell als Haupternährer der Familie fungieren, was aber in Teilzeit oder Leiharbeit schwierig ist“, vermutet TK-Psychologe Heiko Schulz.

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