Befragung als Streitfall

Post: Viel Kritik an Mitarbeiterbefragung

Arbeitsklima und Unternehmenskultur der Post seien durchschnittlich. Das zeigt eine Mitarbeiterbefragung der Post. Doch die Gewerkschaftter  kritisieren das Ergebnis. Aus Zweifel an der Anonymität der Befragung hätten viele nicht daran teilgenommen.

Es ist ein Zeugnis mit vorwiegend Befriedigend und Genügend , das die Postmitarbeiter ihrem Unternehmen ausgestellt haben. Der  Vorsitzende der Postgewerkschaft in Salzburg, Franz Wallmann ist mit diesem Befragungsergebnis keineswegs zufrieden.

„Für mich ist das Ergebnis nicht gut. Wenn so ein Schnitt herauskommt und ich weiß, dass nur 30,8 Prozent teilgenommen haben, dann ist das Ergebnis einfach nicht gut. Wo man normal sagt, Stillschweigen ist Zustimmung, das ist hier sicher nicht der Fall“, meint Wallmann.

Besonders unter Arbeitsdruck leidende Post-Angestellte hätten den Fragebogen gar nicht ausgefüllt, weil Dienststellen, Geschlecht und Arbeitsbereich genau angeführt werden mussten. Diese Einschätzung teilt der rote Personalvertreter Wallmann mit mit dem schwarzen Postgewerkschafter Kurt Friedl.

„Das ist nicht repräsentativ, weil sie Sorge und Ängste hatten, die Fragen ehrlich und offen zu beantworten ohne mit Repressalien rechnen zu müssen. Das ist ein Ergebnis für das Unternehmen, um schön zu reden und schön zu färben. Aber die wirklichen Probleme löst es nicht“, so Friedl.

Friedl äußerte seine Zweifel an der Anonymität bereits während der Befragung. Das Postmanagment klagte ihn daraufhin auf Unterlassung, die zweite Instanz fand die Zweifel aber berechtigt, die Post zog daraufhin die Klage zurück.

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