Schweizer Datenbasis zu arbeitsbedingten psychischen Belastungen – Ergebnisse analog Österreich

Die Schweizerische Gesundheitsbefragung
Die Schweizerische Gesundheitsbefragung wird seit 1992 alle fünf Jahre durch das Bundesamt für Statistik (BFS) durchgeführt. 2012 hat die fünfte Befragung, die Teil des Erhebungsprogramms der schweizerischen Volkszählung ist, stattgefunden. Insgesamt beteiligten sich 21’597 in einem Privathaushalt der Schweiz wohnhafte Personen ab 15 Jahren. Es handelt sich dabei um ein telefonisches Interview, gefolgt von einem schriftlichen Fragebogen.

Knapp ein Fünftel der Erwerbstätigen starken psychischen Belastungen im Beruf ausgesetzt

Beinahe jeder fünfte Erwerbstätige erlebt meistens oder immer Stress bei der Arbeit. Personen mit viel Stress weisen gleichzeitig fünf Mal öfter Symptome einer Depression auf. Die Inanspruchnahme medizinischer Dienstleistungen infolge psychischer Probleme hat in den letzten 15 Jahren zugenommen. Ebenfalls hat die Anzahl Brillenträger zugenommen. Fast zwei Drittel der Bevölkerung tragen eine Brille oder Kontaktlinsen. Solche und weitere Erkenntnisse gehen aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2012 des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor. Mehr als 160 Standardtabellen informieren über den Gesundheitszustand der Schweizer Bevölkerung.

Die grosse Mehrheit der Bevölkerung schätzt ihre Gesundheit (83%) und ihre Lebensqualität (92%) als gut oder sehr gut ein. Trotzdem sind 18 Prozent durch psychische Belastungen beeinträchtigt. Hohe Anforderungen im beruflichen Leben können zu gesundheitlichen und psychischen Belastungen beitragen. 17 Prozent der Erwerbstätigen erleben immer oder meistens Stress bei der Arbeit, zusätzliche 44 Prozent manchmal. 18 Prozent der Erwerbstätigen stimmen eher oder vollständig der Aussage zu, sich bei der Arbeit emotional verbraucht zu fühlen. Dies kann als Anzeichen einer Burnout-Gefährdung betrachtet werden. Personen, die viel Stress bei der Arbeit erleben oder Burnout gefährdet sind, weisen eine fünf respektive sechs Mal höhere Wahrscheinlichkeit für eine Depression auf als Erwerbstätige, die diesen Belastungen nicht ausgesetzt sind.

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